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Marionetten aus Prácheň – gelebte Volkskultur. Das Projekt wurde vom Euroäischen Fond für regionale Entwicklung – ROP Südwest gefördert.

Das Stadtmuseum Horažďovice erwarb im Oktober 2014 Räume im Erdgeschoss des Schlosses, wo zuvor seit den 90-er Jahres des 20. Jahrhunderts eine Bar betrieben wurde. Dieser Barbetrieb brachte für das Schloss und seinen Vorhof eine Reihe von Komplikationen mit sich: Vandalismus, Lärm zur Nachtzeit und Stoßerschütterungen durch die Lautsprechermusik. Insbesondere letztere stellten eine ernshafte Gefährdung der Freskenverzierungen, welche sich im Saal unmittelbar über der Bar befinden, dar.

Nach Verhandlungen mit dem Stadtrat von Horažďovice a und dem Theaterensemble „Tyjátr Horažďovice, o. s.“ wurde beschlossen, das Projekt „Marionetten aus Prácheň – gelebte Volkskultur“ zu entwickeln. Es hatte das Ziel, die Probleme in der Nutzung von Museum und Puppentheater zu lösen.

Im Rahmen des Projektes wurde der neue Eingangsbereich des Museums mit entsprechenden Sanitäreinrichtungen errichtet. Das Museum erhielt im Hinblick auf die bisherigen Bedingungen des Temparturregimes in den Ausstellungen nunmehr die Möglichkeit zur ganzjährigen Öffnung.

Weiterhin wurde die beliebte interaktive volkskundliche Werkstatt in eine größere Räumlichkeit verbracht und die Dauerausstellung zur Volkskunde mit der Präsentation zur Marionettensammlung ausgebaut. Die Öffentlichkeit konnte die Puppen bisher nur während der Aufführungen im Puppentheater sehen. Für sie wurde eine „neue Heimat“ und Dauerbühne errichtet, bei der es keine Notwendigkeit mehr gibt, die Bühne ständig auf und wieder abzubauen.

Das Museum gewann in Folge des Projektes auch einen öffentlichen Mehrfunktionsraum für Vorträge, Gesprächsrunden (Foren) und weitere Aktivitäten mit einer Kapazität von 124 Sitzplätzen einschließlich eines barrierefreien (oder behindertengerechten) Zugangs in das gesamte Objekt.

Sehr schnell wurde es notwendig, das Projekt für die Förderung durch den ROP Südwest (Šumavaplan, spol. s r. o.) auszuarbeiten und die Bewerbung hierfür abzugeben (G-projekt, s. r. o.).

Im Frühjahr 2014 wurde das genannte Projekt durch den Rat des ROP Südwest (Regionales Operatives Programm Südwest) unterstützt.

Auf Grundlage der Baugenehmigung wurde im Oktober 2014 konnte nach vorrangehenden archäologischen Untersuchungen mit der Herrichtung des Baugrundes begonnen werden. Die Bauabnahme erfolgte Ende Mai/ Anfang Juni 2015.

Die feierliche Eröffnung wurde dank des Engagements aller Beteiligten schon am 1. August 2015 möglich.